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Weihnachtszeit beim SK Zehlendorf

von Christopher Sell

Andere Vereine lassen in der Vorweihnachtszeit das Jahr austrudeln. Nicht so der SK Zehlendorf. Der Monat Dezember hat es mal wieder in sich. Zwei BMM Runden, eine Auswärtsfahrt in der 2. Bundesliga nach Bremen, ein Kinder- und Erwachsenenweihnachtsturnier und… ein Heimspiel in der ungeliebten Feierabendliga. Helmut und Habib (aber auch der Berichterstatter) brauchen demnächst eine große Flasche Doppelherz.

 

Nachdem Helmut als Mannschaftsleiter in der Feierabendliga beim Auswärtskampf gegen die Schachfreunde Berlin eine Niederlage zu verantworten hatte (und sogleich abgesetzt wurde, wir sind ja nicht beim 1. FC Köln), übernahm ich nicht nur die Mannschaftsleitung für den letzten Mannschaftskampf in diesem Jahr, sondern musste mich mangels williger Alternativen selbst ans dritte Brett setzen. Der Gegner hieß Berolina 4 und trat mit vier Spielern an, die zwischen 1500-1650 DWZ hatten.

 

An unserem vierten Brett nahm Annerose Platz, schließlich versuchen wir in jedem Mannschaftskampf mindestens ein Brett mit einer Dame zu besetzen. Annerose und ich - ob das für einen Sieg reichen würde? Nun ja, für die ersten beiden Bretter konnten die schachlichen Schwergewichte Robert (Markwitz) und Michael (Große) gewonnen werden. Der Mannschaftskampf begann noch relativ ruhig, aber ausgangs der Eröffnungen nahmen die Partien fahrt auf und die Stellungen wurden verwickelter. Annerose ließ sich von der vorgegebenen Bedenkzeit (2h für die Partie) nicht beeindrucken und spielte im Schnellschachmodus auf Angriff. Dies sah zunächst recht gut aus, brachte ihr dann aber leider eine Minusfigur ein. Als sich Annerose aber schon auf der Verliererstraße befand, packte sie in folgender Stellung Tg3 aus und stand im Anschluss auf Gewinn.

 

 

Sie trommelte im weiteren Verlauf der Partie ihre Figuren auf Brett und Uhr und holte am Ende ihren ersten Sieg (aus 2)  in der diesjährigen Saison – 1:0 für uns. Glückwunsch Annerose, auch für den DWZ-Zugewinn von mehr als 100 Punkten! Michael ließ sich ausgangs der Eröffnung auf einen offenen Schlagabtausch ein, in dem er die Oberhand behielt – 2:0. In akuter Zeitnot konnte ich leider meinen Stellungsvorteil nicht zum Gewinn verwerten, aber zumindest konnte ich mich noch ins Remis retten. Ebenfalls in der Zeitnotphase griff Roberts Gegner in schlechterer Stellung daneben und der souveräne 3,5:0,5 Sieg war perfekt. Vielleicht wird das mit der Feierabendliga und dem SK Zehlendorf doch noch eine Liebesbeziehung.

Zur Feierabendliga Gruppe C

 

Bernd Helling