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Was soll man schreiben über ein Turnier der Superlative ...

Der Bericht kann nur schlechter sein ...

78 Teilnehmer hatten sich trotz Grippewelle eingefunden und darunter waren 17 Titelträger. Besonders gespannt durfte man auf die drei Berliner Musketiere Leonid Sawlin, Emil Schmidek und Raphael Lagunow sein, die zu den großen Hoffnungen des Berliner und Deutschen Schachs gehören.

Es war spannend, sehr spannend sogar, obwohl einer ganz sicher von Anfang an auf den 1. Platz zusteuerte: GM René Stern. Zwar belegte er am Schluss mit 7,5 aus 9 nur nach Wertung den 1. Platz vor GM Michael Richter, aber es war schon souverän, was beide zeigten. FM Leonid Sawlin belegte in dem starken Feld einen guten 3. Platz, da er in der Schlussrunde unseren FM Raphael Lagunow besiegte.

Überhaupt, diese Schlussrunde, hier verlor FM Dirk Paulsen, der Seriensieger der Kreuzberger Turniere, gegen FM Jürgen Brustkern, was diesem mit 7 aus 9 hinter IM Atila Figura den 5. Platz brachte. Etwas enttäuscht wird FM Emil Schmidek mit seinem Platz 28 sein. Aber bei dem Jungen folgt nach einem schlechten Turnier immer ein gutes, so dass die 3. und letzte IM-Norm wohl bald fällig sein wird.

Auch die Familie Lagunow, obwohl als Mitveranstalter unter Stress, ging nicht ganz leer aus. IM Alexander gewann das 6. Preisgeld, Sohn FM Raphael den Jugendpreis und Tochter Elena erspielt mit dem 53. Platz ein achtbares Ergebnis, nachdem sie jahrelang der Turnierszene fern geblieben war. Kommt hier ein erfolgreiches Comeback der ehemaligen Deutschen Meisterin u10?

Die Sensation aus Zehlendorfer Sicht waren aber in dieser Runde die Siege von Markus Penner über IM P. Cladouras und von Mirza Hasic gegen S. Krefenstein. Dies brachte die Plätze 13 und 14 für Markus und Mirza, in diesem stark besetzten Feld ohne Zweifel ein großartiges Ergebnis.

Da ich mich vorwiegend mit grausamen Figureneinstellern, krank und ermattet, an den hinteren Brettern herumquälte, kann ich beurteilen, dass es auch an diesen Brettern lebhaft zuging und eigentlich alle mit großer Begeisterung dabei waren. Auch unsere Zehlendorfer Jugendlichen hielten sich gut und errangen so manchen unerwarteten Erfolg.

Rundum - ein gelungenes Turnier mit einem sehr guten Schiedsrichter, Bernhard Riess, und vielen sympathischen Spielern.

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Helmut Flöel