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Was für ein Wochenende ...

Zum ersten Mal in seiner Geschichte erzielt der Schachklub Zehlendorf e. V. einen so hervorragenden Platz in einem Mannschaftswettbewerb auf deutscher Ebene.

Der 3. Platz bei der Deutschen Pokalmannschaftsmeisterschaft 2018/2019 hinter zwei absoluten Teams der Weltmeisterklasse stellt einen großen Erfolg für unseren Amateurverein dar. Leider sind wir nicht beim Fußball, wo wir ein paar Millionen Euro für so eine Platzierung erhalten hätten, sondern wir mussten mit einer (doch sehr lieblos gestalteten) Urkunde vorlieb nehmen.

Immerhin gratulierte mir DSB-Präsident Ulli Krause persönlich zu dem Erfolg, wenn auch die Zeit nicht mehr zu einer Siegerehrung für die 2. - 4. Plätze reichte.

... und trotzdem: Eine tolle Leistung unseres Teams und es war ein faires Wochende mit superstarken Mannschaften.

Ich hatte es vorher schon prophezeit und nur wenige wollten es glauben. Das Hessenligateam von Bad Emstal/Wolfhagen schlug nicht nur im Halbfinale unser Team mit 3,5 zu 0,5, sondern auch im Enspiel den Titelverteidiger Baden Baden mit 2,5 : 1,5.

Eine Überraschung - aber nur eine kleine, denn das Wolfhagener Team war ebenfalls hervorragend besetzt, was sich schon darin zeigt, dass mit A. Naiditsch und M. Adams zwei Supergroßmeister an Brett 1 und 2 verloren. Es kann auch keine Rede davon sein, dass die sieggewohnten Badener den Gegner unterschätzt haben, sondern der neue Pokalsieger ist schlichtweg "sehr stark". Di vier Spieler aus Russland und der Ukraine, selbverständlich alles GM, hatten eine weite Anreise hinter sich, aber das machte dem jungen Team scheinbar gar nichts aus.

Nachdem IM Raphael durch sein Remis gegen GM Ponkratov, Pavel (2.622 Elo) der Held des Halbfinales aus unserer Sicht war, wollten wir gegen Greifswald den 3. Platz sichern. Immerhin hatte diese Mannschaft in der Zwischenrunde das GM-Team von Kirchweyhe ausgeschaltet. Uns gelang ein sicherer 3 : 1-Sieg, wobei wir vorübergehend sogar mit einem 4 : 0 spekulierten. Jakob und Leonid gewannen ihre Partien souverän.

Insgeamt hatten wir ein gutes Wochenende und der Ärger über die Reisebedingungen (800 km zu fünft in einem Golf) wurde von Mannschaftsführer Helmut mit viel Humor "abgeschmettert". Irgendwie musste Helmut die Kritik von FM J. B. während der Jahreshauptversammlung bezüglich des Mannschaftsteamgeistes falsch verstanden haben und versuchte, durch die gemeinsame leidvolle Erfahrung das Gruppengefühl zu stärken. Besonders Leonid fand das gar nicht so "gut gelungen", aber das Einzelzimmer für alle Teilnehmer und das gemeinsame Abendessen tröstete dann doch ein wenig.

Zeil von Helmut war aber nicht nur der "Gruppengeist", sondern die Ersparnis von rund 250 Euro, die ein größerer Mietwagen für die beiden Tage gekostet hätte.

Fazit: Tolle Leistung unserer Teams in allen Pokalrunden und im nächsten Jahr sind wir bereits automatisch wieder unter den letzten 16 Mannschaften in Deutschland.

Website des Pokalsiegers

Bericht Deutscher Schachbund

chess24.com

Chessbase.com

Helmut Flöel