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Vor Gericht, auf hoher See und in einem Turmendspiel ...

... ist man in Gottes Hand. So wurde auf der DSB-Seite die Niederlage von Fiona Sieber, die ansonsten hervorragend gespielt hatte, kommentiert.

Wie sehr traf das auch auf Rouven Vogel zu, der an Brett 1 in der u18 sein Turmendspiel gegen den Österreicher D. Horvath verlor. Obwohl Vincent Keymer und Raphael Lagunow gewannen, reichte es deshalb nicht zum Sieg, der die Silbermedaille bedeutet hätte. So musste das Team sogar auf eine glückliche Wendung hoffen, um den 3. Platz zu erreichen. Weißrussland gewann tatsächlich gegen die starken Polen. Das erstaunliche war, dass die Weißrussen zwar sehr stark an den Brettern 1 - 3 besetzt waren, aber die Spieler an Nr. 4 bisher nur 0,5 aus 6 geholt hatten. Die Sensation gelang, der weißrussische Spieler, obwohl rund 400 Elo niedriger gewertet, gewann seine Partie und Germany war damit nach Wertung 3.

Die u12w wurde Europameister und die u18w belegte den 3. Platz. Die - eigentlich sehr starken - u12-Teams enttäuschten und kamen nur auf die hinteren Plätze.

Sicherlich wäre insgesamt ein erfolgreicheres Abschneiden möglich gewesen, wenn die deutschen Mannschaften ihre Kräfte nicht gesplittert und mit Ersatzspielern angetreten wären. So konnte selbst den formschwachen Spielern, wie Julian Martin und Jana Schneider, keine Ruhepause gegeben werden und selbst die formstarken Spieler, wie Rouven Vogel und Fiona Sieber, hatten nicht mehr genug Kraft und Konzentration für die Schlussrunde.

Trotzdem muss diese "Fehlplanung" kein Missgeschick gewesen sein, wenn die Bundestrainer es bewusst in Kauf genommen haben, viele Jugendliche einem Härtetest zu unterziehen und nicht so sehr auf das Ergebnis schielten.

Aus Berliner Sicht spielten Raphael Lagunow ein gutes  (4,5 aus 7), Emil Schmidek  (4,5 aus 7 an Brett 1) und Jonas Eilenberg (5 aus 8) ein sehr gutes Turnier, während die weiteren Spieler große Probleme mit ihren starken Gegnern hatten.

Zum ausführlichen DSB-Bericht

Helmut Flöel