Sie sind hier

Sonderbericht von Jochen Behrmann ...

Am Sonntag kam es in Tegel zum langerwarteten Spitzenduell der Zweiten
Bundesliga Nord zwischen König Tegel und dem SK Zehlendorf.

Unsere Spitzenmannschaft war in Bestbesetzung - jedenfalls Brett 1-8 der
Meldeliste - angetreten und wollte ihren ersten Tabellenplatz gegen die
Heimmannschaft mit GM René Stern am Spitzenbrett verteidigen.

Manschaften und Begleiter kennen sich seit Jahren sehr gut und auch
diesmal wurde ein harter aber fairer Kampf in
nachbarlich-freundschaftlicher Atmosphäre ausgetragen.

Erwartungsgemäß war in den ersten drei Stunden noch wenig entschieden -
nur Daniel Malek gab seine Schwarzpartie gegen den starken IM Emilio
Moreno Tejera remis.

Dann überschlugen sich die Ereignisse in der vierten Stunde: Unser
bisheriger Mr. 100% GM Jakob Meister verlor seine höchst verdächtige
Stellung gegen Nick Müller und Raphael Lagunow ging gegen GM Michael
Richter in schwer bedrängter Stellung unter, während Michal Luch und
Kamil Stachowiak mit zwei schönen Siegen für Zehlendorf ausglichen.
Leider war der aus Leningrad zurückgekehrte Leonid Sawlin dem listigen
GM Robert Rabiega aus guter Stellung in einen klassischen Konter
gelaufen und konnte nach der Zeitkontrolle nichts mehr retten, so dass
alles an den letzen beiden Partien an Brett 1 und 6 hing: Der
unermüdlich kämpfende IM Piotr Brodowski konnte aber wegen des offenen
eigenen Königs letztlich nichts mehr ausrichten und IM Michail Demidow
versuchte am Spitzenbrett mit seinen schönen zentralisierten Springern
gegen des Gegners Läuferpaar wirklich alles, musste aber am Ende mit
nacktem König ins Remis einwilligen.

Die knappe 3,5 : 4,5-Niederlage ist natürlich ein herber Rückschlag
für Zehlendorf, aber an diesem Tag war Tegel einfach besser disponiert.

Es war schön, mal wieder viele alte Bekannte wiedergesehen zu haben und
spannend war es allemal.

Es bleibt eine Aufstiegschance, wenn Tegel nicht beide Kämpfe in Hamburg
gewinnt, weil Zehlendorf vier Bretpunkte Vorsprung behauptet hat.
Daumendrücken ist angesagt.

j.behrmann

Zur Tabelle

Helmut Flöel