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Sonderbericht von Dr. Matthias Budt ...

Pokalaus im Achtelfinale gegen Mattnetz

Am Samstag nahm Mattnetz Rache für unseren Sieg in der Landesliga und warf uns aus dem Pokal. 1,5: 2,5, knapp, aber verdient, das muss man zugeben.

Vladimir Nowak bekam bei seiner Feuertaufe ordentlich Dampf gemacht, besonders auf den weißen Feldern am Damenflügel. Schnell stand er schlecht und verlor trotz hartnäckiger Gegenwehr. An einer Stelle wäre wohl sogar noch ein Figurengewinn möglich gewesen, aber insgesamt geht der Sieg für den Gegner in Ordnung. Aber trotzdem, alle Achtung, ich habe nach 1,5 Jahren noch nicht so Schach gespielt. Bleib dran, dann wird das schon!

Thomas Heerde, unermüdlich im Einsatz bei jedem Kampf, setzte als Weißer früh mit einem Bauernopfer das Brett in Brand, konnte dann aber in der Zeitnot die Komplikationen nicht bewerkstelligen und verlor.

Damit stand es schon 0:2 an den hinteren Brettern, und nur noch die Berliner Wertung hätte uns retten können.

Atila am Spitzenbrett kam abgehetzt (aber angekündigt zu spät, wegen Terminschwierigkeiten, also alles o.k.) und gleichzeitig übermüdet an. Erst nach einer großen Cola konnte er die Augen offen halten. Was er dann aber mit seinem Gegner Henrik Hesse – nun auch kein schlechter – anstellte, war umso bemerkenswerter: mit Schwarz kam Atila bequem aus der Eröffnung heraus, Grünfeld natürlich, und schob dann die Figuren seines Gegners wie selbstverständlich und seelenruhig Stück für Stück an den Brettrand. Am Ende blieb ein für Weiß hoffnungsloses Endspiel, das Atila sicher nach Hause brachte. Wo gibt’s diese Figuren, die doppelt so dick und dreimal so schnell sind, wie die des Gegners? Die will ich auch! @Jochen Behrmann: Beim Atila-Fanclub bin ich dabei, komm, wir machen eine Boygroupie-Group auf!

So lag es dann am Berichterstatter, den letzten ganzen Punkt zu holen. In einem scharfen Bogo-Inder hatte der Gegner mit Schwarz unter beträchtlicher Lockerung der eigenen Königsstellung einen Bauern kassiert. Kompensation gab es zwar, aber wohl doch nie ganz ausreichend. Erst im Endspiel wurde das materielle Gleichgewicht wieder hergestellt, leider verblieb dann aber nicht mehr als ein rein optischer Vorteil im Springer-gegen-Läufer-Endspiel. Da der Gegner auch nach weiteren 30 Zügen Herumgeschubse partout nicht in eine Gabel laufen wollte, wurde die Partie am Ende leistungsgerecht Remis.

Damit bleibt für diese Pokalsaison nur, dem verdienten Sieger noch viel Erfolg zu wünschen! Ach halt, eine Kleinigkeit war ja noch: Wir haben da doch noch ein Halbfinale auf Bundesebene offen, da hauen wir’s einfach wieder raus.

Pl.

Heim

DWZ

 

Gast

DWZ

Ergebnis

Berl.W.

Blitz

1

SK Zehlendorf

1980

-

SV Mattnetz Berlin

2028

1,5:2,5

   

1

Figura,Atila Gajo,IM

2314

-

Hesse,Henrik

2160

1:0

   

2

Budt,Matthias,Dr.

2162

-

Tscheuschner,Georg

2087

½:½

   

3

Heerde,Thomas

2028

-

Pixa,Richard

2009

0:1

   

4

Nowak,Vladimir

1417

-

Krieger,Fabian

1857

0:1

   
Helmut Flöel