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Sonderbericht 3. Mannschaft

Hier noch der Bericht für die 3. Mannschaft samt Foto:
 
Spielbericht SK Zehlendorf 3 gegen Eintracht Berlin 2 - von Christopher Sell
 
Der 3. Mannschaft ist kein wirklich guter Start in die diesjährige Saison gelungen. Während die Niederlage zum Auftakt in Hermsdorf noch als unglücklich bezeichnet werden kann, muss die 1:7 Niederlage am zweiten Spieltag als Klatsche bezeichnet werden. Wie reagiert man hierauf am besten? Unser Mannschaftsleiter Habib scheint uns ordentlich motiviert zu haben, denn gegen vom Papier her etwa gleichstarke Gegner von Eintracht Berlin 2 gelang uns ein 6:2 Sieg.

Wir konnten mit einer sehr starken Aufstellung den Mannschaftskampf angehen, denn Alois gab seinen Saisoneinstand. Nach einer Stunde Spielzeit waren die Partien an sämtlichen Brettern ausgeglichen. Mein Gegner bot mir zu diesem Zeitpunkt das erste Mal Remis an. Dies musste ich ablehnen, da mein "Mentaltrainer" Helmut Flöel mehr Kampfgeist verlangte. Nach zwei Stunden Spielzeit hatte Miguel eine gute Stellung und Holger gegen seinen jungen Gegner sogar einen Bauern mehr. Mein Gegner bot mir erneut Remis an. Die Stellung war nicht wirklich aufregend und so begann ich, etwa 20 Minuten lang die anderen Bretter zu beobachten. Alois stand mittlerweile auch gut. Also willigte ich in das Remis ein, was mir herbe Kritik von meinem Mentaltrainer einbrachte - 0,5:0,5. Hintergrund der Remisangebote meines Gegners war sein 64. Geburtstag, den er am Sonntag feierte (er wollte zeitig nach Hause). Vor diesem Hintergrund fand Helmut den Remisschluss auf einmal vertretbar und ich hatte Glück gehabt. Mein Remis leitete jedoch die im Viertelstundentakt fallenden Entscheidungen ein, die sämtlichst zu unseren Gunsten ausgingen.

Alois ließ seine zwei Bauern am Königsflügel laufen - 1,5:0,5. Holger hingegen ließ zwei Bauern am Damenflügel laufen, die der Gegner nur durch Aufgabe seines Springers aufhalten konnte - 2,5:0,5. Raimund stand an Brett 5 in einem Springerendspiel mit Minusbauer schlechter, konnte aber rechtzeitig seinen Springer gegen den letzten verbliebenen Bauern des Gegners opfern - 3,0:1,0. Dann kam die Zeit unserer vorderen Bretter. Miguel erwies sich in einer zweischneidigen Stellung als der bessere Taktiker - 4,0-1,0. Thomas eroberte die Dame des Gegners, der schließlich "auf Zeit" verlor - 5,0:1,0. Und schließlich konnte auch am Spitzenbrett Arne seinen Gegner schön auskontern und einen Mehrbauern im Endspiel verwerten - 6,0:1,0.

Erhard, der untypischerweise kein Beton anrührte, verlor zum Schluss - 6,0-2,0. Das war wirklich eine starke Leistung unseres Teams, die so nicht zu erwarten war. Unser Mannschaftsleiter Habib verteilte daher ungewohnt viel Lob und stimmte die Mannschaft auf den Auswärtskampf bei Rotation in zwei Wochen ein. Dort gilt es, unseren eroberten Nichtabstiegsplatz zu verteidigen.

Helmut Flöel