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Rilton-Cup und DSAM ...

Beim Rilton-Cup hatte FM Daniel Malek einen versöhnlichen Abschluss. Mit seinem Sieg in der Schlussrunde kam er auf 4,5 P. (aus 9) und Rang 88 (Startrang 50). Sicherlich blieb Daniel damit unter seinen Erwartungen, aber andererseits hat er gerade das schwere Referendariat als Gymnasiallehrer hinter sich gebracht. Ich bin sicher, dass Daniel in 2019 noch mächtig auftrumpfen und seine beiden noch fehlenden IM-Normen holen wird.

Wie schon der Name sagt, ist der Deutsche Schachamateur-Cup eher etwas für Spieler der 2. oder 3. Kategorie. Immerhin war Zehlendorf mit sieben Spielern vertreten und alle spielten das Turnier bis zum Ende durch. Die Location, das Potsdamer Kongresshotel am Templiner See, war auf den Andrang (483 Teilnehmer) gut vorbereitet und man merkte, dass alle Spieler engagiert bei der Sache waren.

 

Gruppe C:

Hier wurden unsere beiden Teilnehmer ein wenig gerupft. Dieter Brinckmann (Nr. 26) und Arne Vinck (Nr. 50) hatten durchaus hohe Ambitionen und m. E. auch gute Chancen. Es lief aber ganz anders. Mit 2,5 P (aus 5) belegte Dieter nur Platz 44, während Arne mit seinem Platz 55 und 2 P. bestimmt auch nicht zufrieden war.

Immerhin gewannen beide ihre Schlussrunde, was für die Moral spricht.

 

Gruppe D:

Mit Startnummer 80 (von 81) war Joachim Morczynski (u12) in das Rennen gegangen, so dass Joachim in allen Partien mit wertungsstärkeren Gegner konfrontiert wurde. Mit 3,5 P. (ohne Niederlage) zog er sich sehr gut aus der Affäre und belegte einen guten Platz 15. In der 3. Runde sah ich sein Endspiel mit Springer gegen Läufer und gleicher Bauernanzahl und war beeindruckt, wie er diese Partie zum Sieg führte. Der Lohn für Joachim besteht in einem hohen DWZ- und Eloplus.

Von Platz 55 begann Vladimir Nowak. Vielleicht hatte er sich mit dieser Gruppe noch zu viel zugemutet. Zwar passte die Elo-Zahl, aber bei der DWZ lag Vladimir einige 100 Punkte niedriger als alle anderen Teilnehmer. Trotzdem spielte Vladimir nicht schlecht und hatte auch einige aussichtsreiche Partien, aber über die gesamte Dauer der Parien merkte man, dass er noch zu wenig Praxiserfahrung hat.

Mit 1 aus 5 (2 Remis) hat Vladimir Lehrgeld gezahlt, aber dieses wird sich bald auszahlen. Kopf hoch Vladimir, das Ergebnis ist nur scheinbar schlecht.

 

Gruppe E:

Dies hätte das Turnier unseres Bernd Helling werden können. Mit Startnummer 60 bei 89 Teilnehmern gestartet und mit 3 aus 4 gute Chancen auf eine Qualifikation für die Endrunde. Bernd hatte ganz glänzende Augen und sah sich bereits auf dem Treppchen (7 Qualifikationsplätze). ... und dann kam in der Schlussrunde die bittere Niederlage gegen eine junge Gegnerin und der Traum war aus. Schade Bernd, trotzdem gut Turnier gespielt und vielleicht beim nächsten Mal ...?

(Da muss ich doch etwas ergänzen: Nicht "es hätte", es war ein wunderbares Turnier - auch für mich: Im Endspiel  8. Bernd - 10. Nadin (16 J.) aus Leegebruch (OHV) war klar: Gewinne ich, bin ich in Magdeburg dabei (sogar als 2. von 89), gewinnt Nadin, ist sie 3.! Bei Remis verweilen wir beide ungeschlagen im "Niemandsland" der Tabelle. Daher ging es sehr munter zur Sache. Bei meiner Spielweise konnte es kein Remis geben, so spielte ich jugendhaft ungestüm auf Angriff, aber sie fand immer die besten Abwehrzüge, bis das Pendel umschlug und mein Figurenopfer sich als vielleicht doch nicht ganz gerechtfertigt erwies. Aber es bleibt ein Plus von 80 DWZ für mch und die Hoffnung, dass die Leegebrucher junge Damenmannschaft sich zum Studium bald an die FU Berlin begibt und dann für Annerose endlich Arbeit da ist - als Frauenbeauftragte! Denn Nadin und ihre Mannschaftskollegin wären ein wunderbarer Gewinn für den SK Zehlendorf , aber jetzt gehören sie erst einmal nach Magdeburg zum Endturnier!!)

 

Gruppe F:

Papa Ryszard Morczynski gelang nach langer Durststrecke ein gutes Turnier. 3 P. und Platz 17 waren eine Verbesserung von 11 Plätzen gegenüber dem Startrang. Ryszard verlor nur 1 Mal. Gute Leistung.

 

Gruppe G:

Eric Kapuste (u12, Startrang 67) konnte mit seinem Ergebnis von 2 P. und Platz 51 ebenfalls zufrieden sein. Schade, dass Eric in der Schlussrunde verloren hat, sonst wäre ein Platz um die 30 möglich gewesen. Eric hat mit viel Engagement gespielt, gegen Stefan Lippianowski eine schon verloren geglaubte Partie aus dem Feuer gerissen und wird seinen Weg machen.

 

 

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Helmut Flöel