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Mirza Hasic rehabilitiert seinen Vereinsvorsitzenden ...

Als Anmerkung über meinen letzten Artikel zum "Bullet-Wahn" schreibt Mirza folgendes: 

"Bullet ist auch nix für 20jährige. Aus einem ganz einfachen Grund. Es hat nichts, aber auch rein gar nichts, mit Schach zu tun."

Bei den meisten im Rahmen von eSport gespielten Computerspielen wird zwar die Konzentration und schnelle Reaktion gefördert, aber für die Bildung von Denkstrukturen sind diese Spiele im Gegensatz zum Schach weniger oder gar nicht geeignet.

Beim Bullet geht es (überwiegend nur) um schnelle Reaktion. Natürlich spielt GM Nakamura auch mit einer Bedenkzeit von unter drei Minuten noch großartiges Schach, aber die Masse der Spieler im Internet hat nicht das Ziel, vernünftig Schach zu spielen, sondern will nur den Gegner "über die Zeit ziehen!"

Mittelspiel- oder Endspielstellungen unter Zeitdruck zu trainieren, kann durchaus für die Praxis eine Option sein, hat aber mit dem "Bullet-Theater" nichts zu tun.

Wenn jemand Spaß am Bullet hat, soll er es ruhig spielen, aber bitte nicht denken, dass er dadurch ein besserer Spieler wird.

 

Helmut Flöel