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Knapper Sieg der 4. Mannschaft

Sonderbericht von Matthias Fleischer:

Miit 4,5 zu 3,5 konnten wir gegen die die Königsjäger bestehen!

 

 

Am Sonntag waren wir mit unserer 4. Mannschaft bei der sympathischen Jugendmannschaft der Königsjäger 5 zu Gast. Pünktlich um 9 Uhr hatten alle den richtigen Raum gefunden und das Team war komplett. Aber wie kam das? Gab es in letzter Zeit beim Auswärtsspiel nicht Probleme, alle Bretter zu besetzen? Nun, Spielleiter Helmut hatte kurzerhand, ähnlich wie bei der Organspende geplant, die „Widerspruchslösung“ eingeführt und teilte uns mit: „Also, es gibt jetzt mal die Mannschaftsaufstellung und wer nicht sofort widerspricht, muss spielen oder eine Niere spenden!“

 

Vor die Wahl gestellt, saßen dann also alle brav vor ihren Bretten, nur einer fehlte: Helmut. Der hatte sich, noch schnell einen neuen Spielleiter aus den Rippen geschnitzt, in die Wochenendfrische begeben. Wir hoffen, dass er unversehrt (!) zurückkehrt. Obwohl, bei rechtem Licht besehen, braucht es eigentlich garnicht so viele Organe zum Schachspiel: etwas Sitzfleisch, ein glückliches Händchen.

 

Letzteres bewies einmal mehr Alois, der in gewohnter Blitzmanier seinen Gegner überspielte und sich nach knapp 20 Minuten verbrauchter Bedenkzeit wieder verabschiedete. Mehr kann ich zu der Partie gar nicht sagen, großartig, aber auch irgendwie unheimlich: 1:0.

 

Weniger gut erging es Zakharia, der sich nach zu schnellem Spiel in einem Endspiel befand, leider mit Qualität und Bauern weniger, was er auf Dauer nicht halten konnte: 1:1.

 

Mein junger Gegner spielte am Anfang sehr gute Züge, umschiffte einige Klippen, übersah dann aber eine taktische Möglichkeit, die ihn eine Figur und später die Partie kostete: 2:1. Anja hatte inzwischen in der Spanischen Partie einen Königssangriff gestartet, ihre Gegnerin verteidigte sich aber geschickt und angesichts des Punktestandes wurde Remis vereinbart.

 

Thomas hatte nach ausgeglichener Eröffnung und Mittelspiel inzwischen in ein Turmendspiel abgewickelt, das ja bekanntlich immer remis ist. Dann wurden aber die Türme getauscht und ging bei dem resultierenden Bauernendspiel noch mehr? Die Rechenkapazität war aber erschöpft und auch hier endete es gütlich remis: 3:2.

 

Neben mir entwickelte sich die Partie des Tages: Joachim spielte gegen den einzigen Erwachsenen bei den Königsjägern und hatte einen Bauern auf b2 geopfert, den dieser mit der Dame nahm. Aber wohin sollte nach Bauer c4 der Springer auf d5? und es drohte Sf6. Sein Gegner opferte den Springer kurzerhand. Aber nach dem Königsrückzug nach h8 kam von Joachim das Springeropfer auf f6 und nach gxf6 nicht Dxf6 sondern erst Tg3!! nebst undeckbarem Matt. Der Gegner hatte jetzt keine Lust mehr, sinnlos Turm oder Dame zu opfern und gab auf. Brilliant gespielt: 4:2.

 

Maxime hatte inzwischen eine zumindest ausgeglichene Stellung mit Freibauer am Damenflügel. Aber etwas zu schnell gespielt übersah er eine Fesselung des Läufers, der in der Folge veroren ging. Maxime kämpfte weiter, opferte noch seine letzte Leichtfigur und hatte auf einmal 4 Bauern gegen zwei Läufer. Geht da noch was? Sein Gegner bewies aber eine gute Technik: 4:3.

 

Jetzt kam es auf die letzte Partie von Boris an, dessen Dame sich mit aussichtsreichem Angriff in der Königsstellung seines Kontrahenten festgesetzt hatte. Der verteidigte aber zäh und eine zwingende Kombination war für uns nicht erkennbar. Vielleicht findet unser Trainer Atila ja noch eine Abwicklung. Angesichts des Punktestandes forcierte Boris dann eine Zugwiederholung mit Punkteteilung zum Endergebnis 4,5 :3,5 für uns. Insgesamt zeigte sich an allen Brettern ein engagiertes Spiel und dank der Leistung von u .a. Alois, Boris und Joachim (!) konnten wir das Match knapp für uns entscheiden.

 

 

Helmut Flöel