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Königsjäger Südwest 6 - SK Zehlendorf 5 6:2

Einfach wirds auch an den nächsten Spieltagen nicht, einen Sieg einzufahren und einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt zu machen. Denn nominell sind unsere Gegner jedes Mal stärker als wir. Aber der Tag wird kommen!!

Dass wir ein Brett freiließen, war schon einmal ein großes Handicap, vom Punktverlust her (zumal gegen einen absolut schlagbaren Gegner an Brett 7), aber vor allem psychologisch. Ich mache mir zum Vorwurf, dass ich Levin nicht persönlich nochmal nachgefragt habe.

Überraschend kam dann aber, dass Florent und Volker an den Brettern 8 und 5 schnell die Segel strichen und wir bereits 0:3 hinten lagen. Lukas und Ingmar standen aber auf Sieg, Bulli und Raimund jeweils einen Bauern hinten und ich war sicher, wenigstens Remis zu erreichen, eigentlich sogar fast sicher zu gewinnen in einem Endspiel, in dem nur noch die Türme und jeweils 7 Bauern auf dem Brett waren, aber meine Bauernstruktur besser - wie ich glaubte. Zudem kontrolllierte ich die einzig offene Linie und die andere halboffene war doch dicht? Das war sie nicht, und als beide Seiten ins gegnerische Lager eindrangen, war ausgerechnet des Gegners rückständiger Bauer seine Deckung gegen ständige Schachgebote und letzlich einer seiner Bauern schneller in eine Dame verwandelt als bei mir. Was war da falsch gelaufen?  0:4

Kein Problem: jetzt müsst ihr alle vier liefern, sagte ich Bulli in einer kurzen Pause. Ingmar und Lukas taten das auf schöne Weise: Lukas hatte einen Turm gegen einen Springer gewonnen, diesen Springer musste sein Gegner gegen seinen losstürmenden Bauern hergeben doch dann lief auch des Gegners Bauer, doch Lukas konnte bequem die Qualität mehr zurückgeben und seinerseits und jetzt ungestört einen Bauern zur Dame machen. Ingmar verwandelte ebenfalls ganz nach Lehrbuch einen Freibauern zur Dame:  2:4 . Bulli hatte 2 Bauern Rückstand, kämpfte darum, Turm und Dame auf dem Brett zu behalten und mit Qualitätsopfer (auf h3) ein Dauerschach mit der Dame zu erreichen. Der Gegner war damit gebunden und konnte seien materiellen Vorteil nicht ausspielen. Dann kam aber das Opfer auf h3 zum falschen Zeitpunkt und Bulli geriet die Qualität in Rückstand.  2:5

Raimund kämpfte bis zuletzt - jetzt auch zwei Bauern zurück. Sein Turm im gegnerischen Lager stiftete zwar Unruhe, konnte aber allein nichts ausrichten und lief sich tot. Der Gegenangriff dagegen verlief dann unwiderstehlich und endete im Matt.   2:6  .

Vielleicht kann uns Jürgen Brustkern bei seinen BMM-Analysen einiges erzählen, wie wir eigentlich hätten gewinnen müssen!

Bernd Helling