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IM Atila Figura: Berliner Meister 2018

Der SK Zehlendorf gratuliert Atila, der zwar als Favorit gestartet war, aber ebenso eindrucksvoll die Meiserklasse mit 7 aus 9 Punkten gewonnen hat. Atila hat keine Partie verloren und hätte notfalls auch die letzte Remis gegebene Stellung weiter spielen können. Das Remis reichte aber zum Meistertitel, da die beiden Verfolger, Benjamin Dauth und Tobias Jäger, bereits ebenfalls den Punkt geteilt hatten.

Neben dem Geldpreis hat sich Atila damit die Teilnahme an der Deutschen Einzelmeisterschaft 2019 gesichert. FM Jürgen Brustkern wird mit seinem Platz 8 (5 Punkte) nicht zufrieden sein, aber seine Buchholzwertung zeigt, dass er immer vorne mitgespielt und alle Partien kompromisslos auf Sieg gespielt hat. Manchmal geht diese Strategie nicht auf, aber sehenswerte Partien hat Jürgen trotzdem - oder gerade - gespielt.

Aus Zehlendorfer Sicht gab es im Qualifikationsturnier eine glanzvolle Überraschung. Wir Trainer wussten natürlich, dass Boris Namestnikov ein Talent ist, aber dass er dies schon jetzt so eindrucksvoll zeigen sollte, war doch ein wenig überraschend. Als Nr. 107 gestartet, DWZ 1399, erreichte Boris sechs Punkte und das alles gegen deutlich wertungsstärkere Gegner. Das bedeutete Platz 21 unter 147 Teilnehmern. Es gab zwar hin und wieder kleine Ungenauigkeiten in seinen Partien, aber gerade in der Analyse zeigte er mir immer wieder, wie er die Stellungen einwandfrei erfasst hatte.

Nur gegen Michael Glienke, ein Sohn des ehemaligen Deutschen Meisters IM Manfred Glienke, verlor Boris, weil er am Damenflügel den Sieg bereits vor Augen hatte, aber den Gegenschlag von Michael auf dem Königsflügel unterschätzte. Aber Boris setzte dies in seinen nächsten Partien sofort um und ließ die gegnerischen Chancen nicht mehr außer Acht. Auch als mir jemand erzählt, dass er in der letzten Runde Glück gehabt habe, weil sein Gegner die Dame einstellte, habe ich in der gemeinsamen Analyse festgestellt, dass die Partie ohnehin gewonnen war, weil Boris nicht nur eine Qualität mehr hatte, sondern auch die deutlich aktivere Figurenstellung besaß.

Alles in allem ein tolle Leistung von Boris, die ihm eine Start-Elozahl  von 1875  bescheren wird, obwohl er erst seit ein paar Monaten in einem Verein spielt. Seine DWZ steigert sich um mehr al 250 Punkte. Zudem gewann Boris die Wertungsklasse 1300 - < 1500 mit deutlichem Vorsprung und erhielt immerhin ein Preisgeld von 80 €. Zum Glück hat Boris unseren Klub gewählt, weil er am Donnerstag Abend Zeit hat, denn besonders nahe wohnt Boris nicht vom SKZ entfernt und die Klubs in seiner Nähe spielen am Freitag, wo er seinen Basketballaktivitäten nachgeht.

Dr. Christoph Hänisch gewann in der Schlussrunde gegen Jungtalent Gustaf Klühs und erreichte damit 5,5 P. und die heiß ersehnte Qualifikation für die B-Klasse. Platz 35 bei Startrang 49 - alle Achtung. Raimund Linden und Erhard Gnass spielten im Rahmen der Erwartungen, während Maxime und Florent nicht an ihre Leistungsstärke in dieser Woche herankamen. Kein Beinbruch, denn bei Spielern, die noch nicht über eine große Turniererfahrung verfügen, ist ein Auf und Ab relativ oft anzutreffen. Vor allem ist es schwer, bei einem schlechten Start weiterhin mit voller Energie an die Aufgabe heranzugehen.

Alles in allem - eine erfreuliche Berliner Meisterschaft, die in den Räumen von SW Lichtenrade wieder ein angemessenes Ambiente möglich machte. Dies ist vor allem dem Engagement von Fabian Gallien zu verdanken, der sich eine vorzügliche Helfertruppe aufgebaut hat, die stolz hinter dem SW Lichtenrade steht.

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Helmut Flöel