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Erstaunliches Phänomen ...

Beim Wettkampf unserer 4. Mannschaft gegen Hermsdorf 2 gab es erstaunliches zu beobachten. Nach drei Stunden waren beim Nachbarwettkampf Hermsdorf 1 - Nordost 1 (Verbandsliga A) bereits vier Spiele beendet, während bei uns noch an sieben Brettern gekämpft wurde. Nur Alois hatte die Ben Oni-Eröffnung seines Gegners misshandelt und an Brett 1 bereits verloren.

Ich habe es noch nie erlebt, dass ein Wettkampf der zwei Klassen darunter eingestuften Mannschaften länger dauert als bei den oberen Klassen. Ich habe mich über die harte Kampfmoral unserer Jungs sehr gefreut. Gerade hatte ich nocht Joachims Vater gesagt, dass Joachim zwar Materialvorteil hat, aber die Stellung nur sehr schwer zu gewinnen sei, als Joachim zuschlug und die gegnerische Dame in eine Falle lockte. 1 : 1.

Nach vier Stunden sah es gut aus: bessere Stellungen für Thomas Prey, Matthias Fleischer und nur Jannis Hering stand schlechter. Dann bot sich Jannis eine Chance zum Sieg, die er leider nicht nutzte und schlussendlich musste Jannis gegen seinen Gegner, der +600-Punkte DWZ hatte, aufgeben.

Thomas hatte eine Stellung auf dem Brett, die dem romantischen Schach des 18 Jh. in nichts nachstand. Eine Figur weniger, aber ein Läufer, der den gegnerischen König in der Mitte festhielt. Ein Sieg, wie aus einem Lehrbuch für Angriffsschach. 2 : 2.

Matthias Fleischer, der sonst so filigran spielt, behandelte seinen Gegner wie ein Metzger und ließ diesem keine Chance. 3 : 2. Bisher eine sehr starke Saison für Matthias, der leider zu selten spielt (Ausrede: Familie!). Seitdem er letzte Woche eine Schnellpartie gegen mich gewonnen hat, habe ich Angst vor ihm!

Vladimir Nowak überschritt nach langem, zähen Kampf die Zeit, allerdings war die Endspielstellung auch nicht mehr zu halten. 3 : 3. Vladimir spielt engagiert, verliert sich aber noch zu sehr in seinen Gedanken.
Vladimir und Alois mischen - das wäre gut, sehr gut sogar.

Maxim hatte zunächst einen schönen Angriff auf den Königsflügel vorbereitet. Nach dem Prinzip der "zwei Schwächen" wurde Maxim auch auf dem Damenflügel aktiv und hatte einen gefährlichen Freibauern. Der Gegner kam aber auf dem Königsflügel zum Gegenangriff und ich befürchtete schon SCHLIMMES. Dann kam ein Remisangebot des Gegners, Maxim war in hoher Zeitnot und ich überließ ihm die Entscheidung, riet aber zum Weiterspielen. Kurze Zeit danach gewann Maxim eine Figur und den gegnerischen "König".

4 : 3 und Boris konnte seine Partie an Brett 2 beruhigt Remis geben. Allerdings war hier für beide Seiten kaum noch etwas zu machen, nachdem Boris im Mittelspiel wohl leichten Vorteil hatte. Das Remis genügte zum 4,5 : 3,5-Sieg gegen den Aufstiegskonkurrenten. Wir sind nun 2. hinter der SG Lichtenberg auf dem 2. Platz.

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Helmut Flöel