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Berliner Vizemeister im Schnellschach ...

Hat es das schon einmal gegeben?

Mit vier Mannschaften traten wir bei der Berliner Schnellschachmeisterschaft in den Turnierräumen von Zugzwang 95 an. Insgesamt nahmen 21 Mannschaften teil, nicht gerade der Hit, aber Schachfreunde Berlin waren mit einer "Monstertruppe" dabei.

Keine Frage, die Schachfreunde waren in der Besetzung IM Lauber, GM Polzin, FM Forstedt und IM Thiede hoch favorisiert. In der Regel siegte das Team mit der Höchststrafe und wackelte nur etwas gegen unsere 1. Mannschaft (2,5 : 1,5). Alle anderen Gegner wurden von unserem Team besiegt und in der Besetzung IM Atila Figura, FM Jürgen Brustkern, FM Daniel Malek und Thomas Heerde gelang der 2. große Erfolg (neben dem Gewinn der Berliner Blitzmeisterschaft) innerhalb von zwei Wochen.

Bemerkenswert, dass Atila an Brett 1 mit 6 aus 7 das beste Ergebnis vorlegen konnte. Die eigentliche Überraschung war aber Thomas Heerde, der mit 5,5 aus 7 es endlich mal seinem 1. Vorsitzenden zeigte, wozu er tatsächlich berufen ist. Jürgen und Daniel blieben im Rahmen der Erwartungen, obwohl es für Daniel sicherlich ein Schock war, in der 1. Runde gegen Roman Matzkowiak (Mariendorf) zu verlieren.

Die 2. Mannschaft hat ebenfalls gut gespielt und nur eine 1,5 : 2,5-Niederlage in der letzten Runde gegen das starke Team von Mattnetz (3.) verhinderte eine noch bessere Platzierung. Trotzdem - mit Platz 7 konnte die Mannschaft zufrieden sein, besonders weil kurzfristig wegen der Erkrankung eines Spielers Miguel Olaizola von der 4. Mannschaft in das Team gekommen war.

Christoph Glinzer, Son Nguyen und Erwin Weber zeigten eine gute Leistung und selbst Ersatzmann Miguel konnte in Runde 5 immerhin Hagen Jurkatis (1961 Elo) besiegen.

Unser Jugendteam hielt sich wacker (Platz 15, Startrang 18). Trotzdem, ich glaube, hier war noch mehr möglich. Na ja, die 4. Mannschaft - ich war dagegen, dieses Team bei einer Berliner Meisterschaft zu melden. Es stand von vorneherein fest, dass ich wegen Krankheit nicht spielen würde und als auch noch Miguel abgezogen wurde, stand das "Häuflein" auf verlorenem Posten. Immerhin konnten Bernd Helling und Robert Kreikamp jeweils ein Remis erzielen und Jannis Hering war mit 2 x Remis sogar der Topscorer des Teams. Trainer Atila war zufrieden, weil die Ergebnisse alle gegen deutlich wertungsstärkere Gegner erzielt wurden.

Insgesamt - eine erfolgreiche Meisterschaft für den SK Zehlendorf, auch wenn das Spiellokal von Zugzwang gefühlt "am anderen Ende der Welt" liegt. René Schildt behauptet allerdings, das wäre noch Berlin. ... und ganz böse Stimmen behaupten, dass es nach Zehlendorf "noch viel weiter wäre".

Spaß beiseite, alle Berliner Schachspieler können froh sein, dass Zugzwang 95 so oft dem Berliner Schachverband sein Klubhaus zur Verfügung stellt.

 

Helmut Flöel