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Als ich die Meldung vom SC Kreuzberg las, ging es mir schon besser ...

Thomas Prey SKZ

Während Frank Hoppe das (katastrophale) Abschneiden der deutschen Damen bei der Olympiade lobte, ging Georg Adelberger vom SC Kreuzberg einen ganz anderen Weg. 0 : 14 aus sieben Wettkämpfen des Wochenendes, wahrlich eine schöne Pleite, die der SC Kreuzberg trotzdem ganz gefasst in die Berliner Schachöffentlichkeit postete. Also bin ich nicht der Einzige, der nicht nur die Erfolge auf die Website stellt. Immerhin hat Kreuzberg damit seiben Gegnern eine große Freude gemacht und dies ist selten, wie wir aus eigener "leidvoller" Erfahrung wissen.

... und ich habe Verständnis dafür. 1. ist es ehrlich und kein Schmus und 2. ist es sicherlich die Folge davon, dass Kreuzberg im letzten Jahr mit vielen Mannschaften aufgestiegen ist. Im Prinzip stehen wir vor dem gleichen Problem, aber wir haben es leichter, weil wir deutlich weniger Mannschaften gemeldet und damit zu organisieren haben.

Unsere Ergebnisse vom Wochenende waren gemischt, aber es ist keine einfache Aufgabe, wenn z. B. unsere 4. Mannschaft (Kinderteam) gegen die 1. von Friedrichstadt spielt.

Trotzdem bleibt die Enttäuschung einer Niederlage, um so mehr, wenn es gar nicht notwendig war.

Natürlich hätte ich selbst auch mitspielen können, aber ich glaubte fest an unser junges Team und beschäftigte mich als Mannschaftsführer lieber mit unserem Sorgenkind der letzten Runde, der 3. Mannschaft.

Was war also los mit der 4. Mannschaft?

Mit Leander und Dr. Schubert mussten wir zwei sichere Punktelieferanten an die 3. abgeben (dort holten die beiden auch 1,5 P.). Mit Alois Quétin und Boris Namestnikov hatten wir zwei starke Spitzenbretter - beide spielten gegen gute Gegner Remis. Kampflos setzte sich an Brett 3 Joachim Morczynski durch, scheinbar ein guter Anfang.

Möglicherweise war das aber für die Bretter 7 und 8 kein gutes Signal. Jannis Hering und Zakharia Jouani verloren ihre Partien so schnell, dass ich fast annehme, dass sie lieber mit Joachim im Freien spielen wollten. Maxime erreichte ein sicheres Remis und konnte damit zufrieden sein, wie überhaupt Maxime immer solider spielt und nur noch lernen muss, auch kleine Vorteile zum Sieg zu verdichten.

Unsere Hoffnungen lagen bei Thomas Prey und Alois Quétin. Thomas hatte ein Endspiel mit 2 T + 2 Bauern gegen die Dame, aber die Gewinnführung war sehr schwierig, da der eigene Konig zu offen stand. Alois hatte zwar ein positionelles Übergewicht, aber der Gegner verteidigte die Stellung einwandfrei. Also endeten beide Partien Remis. Als Vladimir dann seine Partie gegen einen guten Gegner verlor, stand die Niederlage fest. Boris kämpfte noch lange um den Sieg, aber die gegenseitigen Mattchancen waren zu unübersichtlich, so dass selbst in der Analyse der Gewinnweg nicht gefunden wurde.

Am Ende stand eine 3 : 5-Niederlage, die an den letzten vier Brettern (0,5 aus 4) entschieden wurde. Offensichtlich war die Abgabe von Spielern an die 3. nicht zu verkraften, zumal auch unser "Gigant" Matthias Fleischer nicht mitspielen konnte.

Trotzdem, das Team ist sich sicher, dass der Klassenerhalt geschafft wird, was als Aufsteiger immer eine schwierige Aufgabe ist.

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Helmut Flöel