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5. Mannschaft: 1,5 : 6,5 gegen den Aufsteiger Weisse Dame ist o. k., aber ....

Denn, dass wir eine Niederlage gegen Weiße Dame, den feststehenden Aufsteiger, kassierten, war absehbar. Aber dass unsere Ligakonkurrenten  b e i d e  gleichzeitig gewonnen haben, war doch sehr überraschend, die Königsjäger sind dadurch an uns vorbeigezogen und Eintracht Berlin, unser letzter Gegner, ist uns auf den Fersen - mit nur noch einem Punkt hinter uns. Eintracht Berlin gewann dabei, weil sein Gegner SG Lichtenberg   4 (!!!) Bretter freiließ!

 

Das heißt: Es geht wirklich am letzten Spieltag am 31.3. zu Hause gegen Eintracht Berlin 5 um alles:

 

Bei einem Sieg sind wir wohl wieder vor den Königsjägern und bleiben natürlich vor Eintracht Berlin und steigen damit auch nicht ab. Bei einem Unentschieden bleiben wir natürlich vor Eintracht Berlin und hängen vom Ausgang des Spiels der Königsjäger ab. Bei einer Niederlage sind wir definitiv letzter und abgestiegen!
 
Aber zum gestrigen Spieltag:
 
Mein Gegner ließ sich im Damengambit auf den schnellen Abtausch fast aller Figuren ein und um 9.20 Uhr nach 12 Zügen standen beide mit gleichfarbigen Läufern und je 2 Türmen da, so dass ich sein Remis-Angebot gerne und ohne große Überlegung bei 200 Punkten geringerer Wertungszahl annahm. (0,5:0,5)
  
So hatte ich Gelegenheit, einige spektakuläre Partien meiner Mitspieler zu verfolgen und weiß jetzt, warum unser Gegner ungefährdet durch die Saison zum Aufstieg marschiert ist.
 
Dennis war gegen seinen Gegner schnell überfordert und musste bald die Segel streichen. Levin schaffte nicht rechtzeitig, seinen weißen König aus dem Zentrum zu schaffen und sah sich bald von des Gegnerins (Sophie Olivia) Läufer und Dame von 2 Seiten in die Zange genommen. Scheinbar war ihr Springer auf der 1. Reihe auf Abwegen, aber er war nur der Vorbote für den Läufer, der auf der a-Linie den weißen König mit einem Schachgebot bedrängte. Levin versuchte einen feinen Gegenangriff, dem aber ein Tempo fehlte und so konnte Sophie Olivia ihn einfach ignorieren. (0,5:2,5)
 
Lukas hatte seinen Gegner Benjamin völlig im (Würge-)Griff und räumlich völlig in der Enge und griff dann zur falschen Figur, die er - berührt, geführt - dann auch fatalerweise ziehen musste. Eine Figur war weg und damit aller Angriffsschwung. (0,5:3,5)
 
Ingmar hatte seinen h-Bauern sehr mutig nach vorne stürmen lassen, musste dann aber entdecken, dass er hinten fehlte, um die Fesselung seines Springers aufzulösen. Der Gegner konnte in aller Ruhe einen 2. Springer zum Angriff auf das "Opfer im Spinnennetz" heranführen, die Figur ging praktisch ersatzlos verloren und damit die Partie. (0,5:4,5)
 
Volkers Partie gegen seinen jungen Gegner Andranik stand bald schlecht für Volker. Spätestens mit der langen Rochade wirkten einige Figuren nicht mehr gut zusammenhängend und als sich nach einer von Andranik gewählten Abwicklung Linien öffneten, stand Volker ziemlich blank ... (0,5:5,5)
 
Raimund hatte mittlerweile 2 Minusbauern und bei jeweils einem verbleibenden Springer hatte Raimunds Springer an zwei Schauplätzen Schwerstarbeit zu verrichten. Nachdem Raimunds Gegner auch noch schaffte, seinen König zu blocken, war der Springer völlig auf sich gestellt und konnte den Kampf aufgeben. (0,5:6,5)
 
Das war schon etwas deprimierend, doch dann schaffte Bulli einen wunderbaren Sieg und demonstrierte, was es heißt, eine offene Linie zu kontrollieren. Die offene d-Linie war schon sehr früh ins Zentrum des Geschehens gerückt, doch wie es Bulli schaffte, den gegnerischen Turm dort noch in eine Fesselung zu verstricken, wird er hoffentlich am Donnerstag beim Training demonstrieren. Das
1,5:6,5 hörte sich dann doch erträglicher an, bis mich am Nachmittag die Nachricht der Ergebnisse der Konkurrenten ereilte ...
 
 

 

Bernd Helling